Die Denkfabrik analysiert technologische Entwicklungen, erkennt gesellschaftliche Trends und erarbeitet Standpunkte — damit KI dem Menschen dient und nicht umgekehrt.
Humane Nutzung der IT erfordert, dass technische und soziale Aspekte der Technologie gut verstanden sind. Erst dann können Lösungen entwickelt werden, die den Menschen wirklich dienen.
Die Denkfabrik der Integrata Stiftung analysiert neue technische Entwicklungen und versucht, Trends zu erkennen, um daraus den Standpunkt der Stiftung zum jeweiligen Thema zu finden und festzulegen.
Die Arbeit besteht aus Literaturstudium, strukturierter Diskussion in Gesprächsrunden und der Entwicklung von Positionen unter Berücksichtigung des Stiftungsziels. Mitarbeiten können alle, die Teil der Stiftung sind oder von ihr zur Diskussion eingeladen werden.
Ausdrücklich grenzen wir uns vom amerikanischen Konzept des „Thinktanks" ab, der sich durch Lobbying in Regierungskreisen auszeichnet. Wir suchen den offenen Diskurs — mit Expertinnen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik ebenso wie mit der Zivilgesellschaft.
Wir beobachten technologische Entwicklungen systematisch — von KI-Regulierung bis zu gesellschaftlichen Auswirkungen generativer Modelle.
In sieben Special Interest Groups erarbeiten wir Standpunkte — interdisziplinär, evidenzbasiert und immer mit Blick auf den Menschen.
Unsere Positionen tragen wir in die Öffentlichkeit: als Blogbeiträge auf HumanIThesia, in Kongressen, in der Akademie und im Dialog mit Politik und Gesellschaft.
Die behandelten Themen sind mitunter so komplex, dass es meist keine einfachen Lösungswege gibt — deshalb suchen wir als Denkfabrik den Austausch mit der Öffentlichkeit. Wir laden Expertinnen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zur Diskussion ein und tragen den Diskurs selbst nach außen in die Zivilgesellschaft.Grundsatz der Denkfabrik
Aktuell steht das Thema Künstliche Intelligenz im Mittelpunkt: von der Texterzeugung mit großen Sprachmodellen über die Proteinfaltung mit AlphaFold bis hin zu alltäglichen Übersetzungsprogrammen. Diese Entwicklungen verändern unsere Fähigkeiten, Gutes zu tun — in der Medizin, in der Bildung, in der Demokratie. Aber auch problematische Phänomene wie Fake News, algorithmische Diskriminierung und Machtkonzentration wachsen. Hier ist Orientierung gefragt.
Innerhalb der Denkfabrik haben sich sieben Arbeitsgruppen — sogenannte Special Interest Groups (SIGs) — etabliert. Jede SIG bearbeitet ein Themenschwerpunkt aus dem Blickwinkel humaner Technologienutzung.
Wie verändert KI das Lernen, Lehren und die Bildungsgerechtigkeit? Die SIG untersucht die Auswirkungen von KI-Systemen auf Schulen, Hochschulen und lebenslanges Lernen — und entwickelt Positionen für eine humane Bildungslandschaft.
Verantwortungsvolle Führung in der algorithmischen Organisation: Wie verändert KI Entscheidungsprozesse, Führungsstile und die Verantwortung von Führungskräften? Die SIG entwickelt Orientierung für ethisch handelnde Führung im KI-Zeitalter.
Digitale Demokratie und KI-gestützte Bürgerbeteiligung: Wie können Technologien wie Argument Mining und KI-Analyse dazu beitragen, gesellschaftliche Teilhabe zu stärken — ohne Manipulation und Machtkonzentration zu fördern?
KI-Risiken erkennen, regulieren und gesellschaftlich einbetten: Von Cyberbedrohungen über algorithmische Diskriminierung bis hin zum EU AI Act — die SIG entwickelt praxisorientierte Positionen für sichere KI-Systeme.
KI und Klimawandel: Fluch und Chance zugleich. Die SIG analysiert den Ressourcenverbrauch von KI-Systemen, untersucht KI-gestützte Lösungen für Klimaprobleme und entwickelt Kriterien für ökologisch nachhaltige Technologienutzung.
KI in der Medizin: Chance für alle oder Privileg für wenige? Die SIG befasst sich mit KI in Diagnostik, Pflege und Prävention — immer mit dem Blick auf Datenschutz, Zugänglichkeit und die zentrale Rolle des Menschen im Gesundheitssystem.
Ethische Grundlagen für eine humane KI-Gesellschaft: Die SIG erarbeitet normative Orientierungspunkte für den Umgang mit KI — von Würde und Autonomie über Transparenz bis hin zu den Grundlagen einer gerechten KI-Governance.
Die Denkfabrik reagiert auf gesellschaftlich relevante Entwicklungen — hier unsere aktuellen Diskussionsfelder.
Der EU AI Act ist die erste umfassende KI-Regulierung weltweit. Wir analysieren, wie er humane KI-Nutzung fördert — und wo er noch nachgeschärft werden muss.
Die Enzyklika Papst Leos XIV. zu KI (Mai 2026) bietet überraschende Schnittmengen mit dem HCAI-Ansatz. Wir beleuchten, was säkulare KI-Ethik daraus lernen kann.
Betriebsräte stehen vor der größten Mitbestimmungsherausforderung seit der Einführung des Internets. Was bedeutet KI für Arbeitsrecht, Betriebsvereinbarungen und Würde am Arbeitsplatz?
Wie können Bürgerinnen und Bürger in einer zunehmend algorithmisch strukturierten Gesellschaft wirklich mitgestalten? Unser Projekt Politaktiv zeigt, wie KI Beteiligung stärken kann.
Thomas Vehmeier koordiniert die Arbeit der sieben SIGs und ist erster Ansprechpartner für die Denkfabrik der Integrata Stiftung.
Thomas Vehmeier leitet die Denkfabrik der Integrata Stiftung und koordiniert die Zusammenarbeit der sieben Special Interest Groups. Er verbindet wissenschaftlichen Anspruch mit gesellschaftlicher Relevanz und sorgt dafür, dass die inhaltliche Arbeit der Stiftung kohärent, aktuell und wirkungsorientiert bleibt.
Als Leiter der Denkfabrik ist er erster Ansprechpartner für alle inhaltlichen Fragen, für Kooperationsanfragen mit der Denkfabrik sowie für Interessierte, die in einer der SIGs mitarbeiten möchten.
Kontakt aufnehmen →Die Denkfabrik lebt von engagierten Menschen mit Expertise und Haltung. Mitarbeiten können alle, die Teil der Stiftung sind oder von ihr eingeladen werden.
Bringen Sie Ihre Expertise ein — als Fachbeirat, als SIG-Mitglied oder als Gastreferentin für eine unserer Diskussionsrunden. Die Arbeit ist ehrenamtlich, inhaltlich anspruchsvoll und gesellschaftlich relevant.
Schreiben Sie uns — wir besprechen, in welcher SIG Ihre Expertise am besten aufgehoben ist.
Ein kurzes Gespräch mit der Leitung der Denkfabrik — unkompliziert und auf Augenhöhe.
Sie bringen Ihre Perspektive in Diskussionsrunden, Publikationen und Kongresse ein.